Die etruskische Pitigliano scheint wie aus dem Felsen gewachsen, mit Gebäuden und Paläste die dicht gedrängt im rötlich schimmernden Tuffstein wie eingepflanzt aussehen. Seine Lage über steilen Felswänden gehört zu den eindrucksvollsten und weltbekanntesten Stadtbildern der südlichen Toskana. Diese antike Kleinstadt, auch Klein-Jerusalem genant, besteht aus ineinander verschachtelten, in die steilen Tuffsteinwände hineingebauten Häuser, Keller und Höhlen.

Ein bedeutenden Teil der Stadt gehört der jüdischen Gemeinde. Hier fanden die Juden Zuflucht vor der Verfolgung und Vertreibung im 16. Jahrhundert. Interessant ist die jüdische Bibliothek und Synagoge, Bestandteil des heutigen jüdischen Museums, die den Besuchern geöffnet ist. Im jüdischem Viertel von Pitigliano sind auch einen Weinkeller mit koscherem Wein, Bäcker sowie Laden mit Koscher-Produkten zu finden; vor allem den berühmten koscheren Wein „Piccola Gerusalemme“, darunter preisgekrönt ist der "Bianco di Pitigliano".

Wie eine Festung, der imposanteste Bau in Pitigliano ist der Orsini Palast. Der prächtige Palazzo dieser römischen Adelsfamilie ist heute Sitz des Bischofs, Diözese und archäologische Museum mit Kunstwerken aus dem Mittelalter und Exponate aus den nah gelegenen archäologischen Fundstätten. Sehenswert ist auch die mittelalterliche Kathedrale und Glocken-Turm von Sankt Petrus und Paulus. Die älteste Gebetsstätte ist die San-Rocco-Kirche, trapezförmige Gebäude mit schroffem Kirchenschiff.

Pitigliano, Klein-Jerusalem - Autor: FrancescoLemon (bearbeitet)

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